Neue Dan-Trägerin im Dojo

Die Studentin Lena Katharina Thiel vom Glauburger Verein Karate-Do Kyohan hat die Prüfung zum 1. Dan bestanden

„Warum ich mit Karate angefangen habe?  Um mich endlich gegen meine Cousins wehren zu können!“ Antwortete Lena auf die ihr gestellte Frage. „Die haben  mich als Kind  immer geärgert, ich war die jüngste  und konnte mich nicht dagegen wehren“. Sie war etwa in der 3. oder 4. Klasse, da wurde an ihrer Schule in  Assenheim eine Karate AG angeboten. Peter Stoll, der Sensei des Glauburger Vereins kam einmal pro Woche nach Assenheim um dort Karate zu unterrichten. Lena fand Karatefilme gut, sie war natürlich auch ein Fan von „Karate Kid“ und deshalb entschied sie:

„Da mache ich mit, dann lerne ich  endlich, wie ich mich richte wehren kann!“ So hat es damals angefangen. Die AG hat ihre Erwartungen voll erfüllt und zeigte auch schon bald erste Erfolge. Jetzt hatte sie endlich Ruhe vor ihren Cousins.  „Karate macht mir unglaublich Spaß, weil es ein Ganzkörpersport ist“, sagt die inzwischen zweiundzwanzigjährige. . Auch die Disziplin beim Karate sagt ihr zu „Früher war ich sehr unausgeglichen, das ist durch Karate  besser geworden“, meint Lena.

„Dieser Sport ist auch sehr gut für die Konzentration und Ausgeglichenheit. Man ist ganz bei sich und das gibt Kraft für den Alltag.  Alle  sind nett und auf Lehrgängen lernt man immer neue Leute kennen, die die gleichen Interessen haben.  Das  macht unglaublich Spaß und so sind über die Jahre Freundschaften entstanden. Man versteht sich mit Karatekas oft auf Anhieb“, sagt Lena Thiel.

 „Es  gibt Halt und man ist nicht alleine, auch wenn Karate  letztlich ein Einzelsport ist“

Doch es gab auch Pausen in Ihrer Karatelaufbahn. Einmal musste sie aus gesundheitlichen  Gründen pausieren und ebenso als sie mit Ihrem Studium anfing.  Lena Thiel studiert Bauingenieurswesen in Gießen. Die Vorbereitung zur Prüfung war für sie mit täglichen Training, etwa ein halbes Jahr lang, verbunden. Neben diesem intensiven Training im Glauburger Dojo , bei ihrem Karatelehrer Peter Stoll, war sie in dieser Zeit  zusätzlich oft auf Lehrgängen unterwegs.  An der Prüfung selbst war Lena sehr nervös, aber es waren auch viele Vereinskameraden zur Unterstützung mitgekommen. Die Prüfung zum 1. Dan fand während des Lehrgangs mit Shihan Hideo Ochi, 9. Dan, dem Oberhaupt des DJKB Karate, in Obertshausen statt. Die Prüfungskata war „Bassai Dai“ und zusätzlich „Heian Godan“. Letztere liegt ihr nicht so und  deshalb hatte sie gehofft, nicht ausgerechnet in dieser Kata geprüft zu werden. Doch wie so oft kommt es meisten anders. Doch es  hat ihr nicht geschadet, die Prüfung bestand sie mit Bravur und kann ab jetzt einen schwarzen Gürtel tragen! Noch trainiert sie in Glauberg doch nächsten Monat wird die Studentin nach Gießen ziehen und sich dort ein neues Dojo suchen, in dem sie ihr Training weiter fortsetzten wird. Doch den Kontakt zum Glauberger Dojo wird sie sicherlich dennoch nicht verlieren.